FRAUENARZT UND GYNÄKOLOGIE: INFORMATIONSPORTAL ZU FRAUENGESUNDHEIT, VORSORGE UND HORMONEN
Unabhängiges Informationsportal zu gynäkologischer Vorsorge, Frauengesundheit und hormonellen Erkrankungen. Kein Ersatz für ärztliche Diagnose oder Beratung beim Frauenarzt.
🔬
Krebsvorsorge
Zervix-, Brust- und Gebärmutterschleimhautkrebs erkennen
🤱
Schwangerschaft
Vorsorge, Ultraschall und Informationen rund um die Schwangerschaft
💊
Verhütung
Pille, Spirale, Hormonstäbchen und weitere Verhütungsmethoden
⚖️
Hormonsystem
Wechseljahre, PCOS, Schilddrüse und hormonelle Störungen
✔ Unabhängige Information
✔ Gynäkologisch geprüft
✔ Keine Werbung
✔ Patientenverständlich
Unsere Produktauswahl
Häufige Fragen zur Frauengesundheit
Wie oft sollte man zur gynäkologischen Krebsvorsorge?
Ab dem 20. Lebensjahr haben Frauen in Deutschland Anspruch auf eine jährliche gynäkologische Krebsvorsorgeuntersuchung zulasten der GKV. Diese umfasst die Untersuchung der Gebärmutter, der Eierstöcke, der Scheide und der Vulva sowie einen Abstrich zur Erkennung von Zervixkarzinom-Vorstufen (Pap-Test). Ab 35 Jahren wird alternierend Pap-Abstrich und HPV-Test alle 3 Jahre angeboten (Ko-Test). Ab 50 Jahren kommt die Mammographie-Screening-Einladung alle 2 Jahre hinzu. Unabhängig von der Krebsvorsorge empfiehlt sich ein jährlicher Besuch bei gynäkologischen Beschwerden oder zur Verhütungsberatung.
Was sind typische Symptome eines Hormonmangels in den Wechseljahren?
Die Perimenopause (Zeit rund um die letzte Regelblutung) beginnt durchschnittlich zwischen 45 und 55 Jahren. Typische Symptome durch den sinkenden Östrogenspiegel: Hitzewallungen und Nachtschweiß (vasomotorische Symptome), Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit, vaginale Trockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie), verminderte Libido, sowie Konzentrations- und Gedächtnisveränderungen. Langfristig steigen die Risiken für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Hormonersatztherapie (HRT) kann Symptome lindern — Nutzen-Risiko-Abwägung individuell mit dem Frauenarzt.
Was ist PCOS und wie wird es behandelt?
Das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist eine der häufigsten hormonellen Störungen bei Frauen im gebärfähigen Alter (5-10% betroffen). Kennzeichen: unregelmäßige oder ausbleibende Zyklen, erhöhte Androgenspiegel (Akne, Haarausfall, Körperbehaarung), und polyzystische Ovarien im Ultraschall. Oft besteht eine Insulinresistenz. Diagnostische Kriterien: Rotterdam-Kriterien (mind. 2 von 3). Behandlung je nach Kinderwunsch und Beschwerden: Lebensstiländerung (Gewichtsreduktion), Antibabypille zur Zyklusregulation und Androgenreduktion, Metformin bei Insulinresistenz, Clomiphen oder Letrozol zur Ovulationsinduktion bei Kinderwunsch.
Welche Verhütungsmethoden sind mit und ohne Hormone möglich?
Hormonelle Methoden (Pille, Verhütungsring, Pflaster, Hormonstäbchen, Hormonspirale) wirken über Gestagen und/oder Östrogen und sind bei korrekter Anwendung hocheffektiv (Pearl-Index 0,1-1). Nicht-hormonelle Methoden: Kupferspirale (Pearl-Index 0,3-0,8, wirkt bis 5-10 Jahre), Kupferkette, Kondom (Pearl-Index typisch 2-12, einziger Schutz vor STIs). Barrieremethoden (Diaphragma, Portiokappe) erfordern zusätzliches Spermizid. Natürliche Familienplanung (NFP) hat einen höheren Pearl-Index (1-3 bei korrekter Anwendung, aber hohe Fehlerrate in der Praxis). Die Wahl der Methode hängt von Lebensphase, Verträglichkeit, Gesundheitszustand und Kinderwunsch ab.






























